srijeda, 31. kolovoza 2016.

Politisches Kunststück oder Reinfall?

US-Präsidentschaftskandidat Trump trifft sich überraschend mit Mexikos Staatschef Nieto. Ein brisanter Termin: Trump hatte erklärt, er wolle im Falle eines Wahlsieges eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen - auf Kosten der Mexikaner.
Von Andreas Horchler, ARD-Studio Washington
Wie kann ein Gespräch zwischen zwei Männern verlaufen, die in jüngster Vergangenheit kein gutes Wort füreinander hatten? Donald Trump bezeichnete Mexikaner im Wahlkampf als Kriminelle, Vergewaltiger und Drogenhändler. Präsident Enrique Pena Nieto verglich Trumps Rhetorik mit der Sprache Adolf Hitlers und Benito Mussolinis. Trotzdem lud der mexikanische Staatschef Trump und Hillary Clinton ein.

Eine Grenze, für die niemand zahlen will

Trump fliegt also zu einem privaten Gespräch nach Mexiko City, bevor er in Arizona eine Rede zu seinen Vorstellungen zur Einwanderungspolitik halten wird. Bisheriges Kernstück von Trumps Vision bei der Immigration: Etwa elf Millionen Menschen, die sich illegal in den USA aufhalten, sollen abgeschoben werden. Und er betonte: "Wir werden eine starke Grenze haben, wir werden eine riesige Mauer haben, für die Mexiko zahlen wird."
Nieto hatte im Sommer klipp und klar gesagt: "Mexiko wird unter keinen Umständen für einen solchen Grenzwall zahlen." Trotzdem: Er freue sich sehr auf das Treffen, tweetete Trump. Und Nieto erklärte: Der Dialog bringe mexikanische Interessen voran.

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